Sonntag, 1. Mai 2011

Wie früher...





















Seit ich mich erinnern kann, liebe ich Studentenschnitten. Jedes Mal, wenn ich eine esse, gerate ich in wahre Verzückung ob diesem luftigen Schokoladenkuchen, der köstlichen Himbeermarmelade und diesem Hauch von Zimt...dazu ein Glas kalte Milch und ich bin wieder das glückliche Kind, das nach der Schule seinen wohlverdienten "Zvieri" verdrückt.

Dabei sind Studentenschnitten (abgesehen von ihrem leicht zweideutigen Namen, Anm. d. Red. für deutsche Mitbürger) eigentlich nichts Besonderes; in der Schweiz kriegt man sie in jeder anständigen Bäckerei und ganz nebenbei gesagt waren sie ungefähr das Erste, was ich damals im Koch- und Haushaltsunterricht gelernt habe. Aber, und das ist entscheidend: Die Qualität variiert zum Teil erheblich. Das Spektrum reicht von staubtrocken über zu wenig Marmelade bis hin zu verzimtet - bääh.





















Darum lieber selber machen - und das Sonntagssüss (diese Woche bei Fräulein Text) bot dazu die passende Gelegenheit. So zufrieden war ich mit dem Ergebnis, dass ich nicht einmal warten konnte, bis die Schokolade richtig getrocknet ist...eieiei, Asche auf mein altes Schokohaupt...





















Und was war euer "Lieblings-Zvieri", als ihr noch Kinder wart...?

Rezept:

Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
0,5 TL Salz
100 g kalte Butter
2-3 EL Zucker
1 Ei

2-3 EL Himbeermarmelade

1.) Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Die Butter in Flocken schneiden und solange verreiben, bis die Masse gleichmässig krümelig ist. Den Zucker zugeben und ebenfalls untermischen.

2.) In der Mitte der Schüssel eine Vertiefung formen und das Ei hineingeben. Alles miteinander verrühren und schnell zu einem einheitlichen Teig kneten. Für 30 Minuten zugedeckt kühl stellen und in der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

3.) Anschliessend eine Springform einfetten und bemehlen. Wenn die Füllung fertig ist, den Teig in die Mitte geben und gleichmässig andrücken, bis der Boden vollständig bedeckt ist. Dann die Marmelade darauf verteilen.


Für die Füllung:
150 g Zucker
2 Eier, getrennt
50 g weiche Butter
100 g dunkle Schokolade
0,5 dl Milch
60 g gemahlene Haselnüsse
80 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 Prise Salz

1.) Die Eier trennen und die Eigelbe zusammen mit dem Zucker und der Butter cremig schlagen. Die Schokolade zerbröckeln und im Wasserbad schmelzen, anschliessend mit den Haselnüssen, der Milch und dem Zimt unter die Eimasse mischen.

2.) Mehl und Backpulver darüber sieben. Die Eiweisse mit einer Prise Salz steifschlagen und am Ende vorsichtig unterziehen. Die Teigmasse auf den Mürbeteig geben und für ca. 20 bis 30 Minuten bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen backen. Vor dem Glasieren vollständig auskühlen lassen.


Für die Glasur:
100 g dunkle Schokolade
3 EL Puderzucker
3 EL Wasser
30 g Butter

1.) Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann Butter und Puderzucker beigeben und glatt rühren. Den erkalteten Kuchen damit bestreichen und fest werden lassen.

Kommentare:

Fräulein Text hat gesagt…

liebe vanessa, zvieri und studentenschnitten - ein lehrreiches sosü für mich ;) bei dem schokoladenfluss hätte ich übrigens auch nicht warten können :) herzliche grüße!

lamiacucina hat gesagt…

Cremeschnitten ! (als Kind liebte ich sie mit rosa Zuckerguss)

Bestsmellers hat gesagt…

@ Fräulein Text: Für weitere Schweizer Ausdrücke einfach melden, ich habe noch ein paar in petto...;-)

@ la mia cucina: Gute Wahl! Aber auch da gibt's unterschiedlich Gute, man denke nur an die furztrockenen Etwasse aus dem Supermarkt! Ein Graus!

ZenOcean hat gesagt…

hmm... sieht sehr gut aus. Danke fürs Rezept. Ich werde dies bei Gelegenheit auch mal ausprobieren!

Anonym hat gesagt…

Ist früher beim Lieblingsbäcker um die Ecke - Axion?

Bestsmellers hat gesagt…

Axion ist immer gut!;-)