Donnerstag, 21. August 2014

Urlaub und ein Video-Tipp

Meine Lieben, ich habe gute Neuigkeiten - ich fahre nämlich in Urlaub! Zunächst sind das natürlich gute Nachrichten für mich, aber ich weiss, dass ich da, wo ich hinfahre, ganz viel gutes Essen bekomme. Und entsprechend hoffe ich, dass ich mit vieeeel Inspiration zurückkehre.

In der Zwischenzeit habe ich einen Video-Tipp für euch: Eine sehr interessante Doku über Dashi-Brühe, das Herzstück der japanischen Küche. Per Zufall gesehen auf Arte, dann direkt hängen geblieben und zu Ende geschaut. Wirklich sehr sehenswert!

Damit wünsche ich euch nun einen schönen Restsommer und bis ganz bald!

Liebste Grüsse,


Vanessa

Freitag, 8. August 2014

Fleischbällchen mit Tomaten, Pepperoni und Erbsen






















Zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen gehört das Gefühl, an einem regnerischen Sonntag zu Hause rumzuhängen und dabei den Duft von einem feinen Essen in der Nase zu haben. Erwartungsvoll in die Küche zu drängeln, im Weg rumzustehen und aus allen Töpfen zu naschen. Und mir dabei mindestens einmal grauslig die Zunge zu verbrennen.

Wenn meine Mama für den Herd zuständig war, gab es an den meisten Sonntagen etwas mit Fleisch, zum Beispiel Rahmgulasch, Voressen mit Spätzli oder Lasagne. Wenn mein Papa kochte, mussten die Gerichte etwas einfacher sein, zumindest anfangs, als er noch nicht so viel Übung mit dem Kochlöffel hatte. Dann machte er oftmals Raclette - und vergass dabei immer wieder auf's Neue, dass ich Raclette auf den Tod nicht ausstehen kann.

Als es letztens mal wieder das ganze Wochenende nur geregnet hat, wollte ich mir etwas von diesem Gefühl zurückholen - auch wenn's natürlich nicht das Gleiche ist, wenn man selber am Herd steht. Das ist daraus geworden: Rassige Fleischbällchen mit Tomaten, Pepperoni und Erbsen.


Rezept

Für die Fleischbällchen:
500 Gramm Rindshackfleisch
2 Scheiben Toastbrot
1 Zwiebel
1 Ei
1-2 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer, Paprika und Cayennepfeffer

Mehl zum Formen
Olivenöl zum Anbraten

1.) Den Rand vom Toastbrot entfernen und den Rest in wenig Wasser kurz einweichen. Ausdrücken und in Fetzchen reissen.

2.) Die Zwiebel schälen und fein hacken, anschliessend zusammen mit den restlichen Zutaten vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Cayennepfeffer würzen - die Dinger dürfen ruhig ein wenig scharf werden!

3.) Mit Hilfe von etwas Mehl kleine Bällchen formen, die in etwa die Grösse von Aprikosen haben. Kalt stellen und derweil die Zutaten für die Sauce vorbereiten. Köcheln dort die Tomaten im Topf, kann man damit beginnen, die Fleischbällchen langsam goldbraun zu braten. Dabei sollte man darauf achten, dass das Olivenöl nicht zu heiss wird.


Für die Sauce:
3 grosse Tomaten
1-2 Spitzpepperoni
2-3 Knoblauchzehen
3-4 EL Tomatenpassata
1 Handvoll Erbsen
1 EL gehackte Petersilie

Wenig Orangenabrieb
3 Prisen Zucker
Salz, Pfeffer, Paprika und Oregano

Olivenöl zum Dünsten

1.) Die Tomaten waschen, über Kreuz einritzen und überbrühen. Anschliessend pellen und würfeln.

2.) Die Pepperoni waschen, kleinschneiden und in einem Topf andünsten. Den Knoblauch schälen, auspressen und dazu geben.

3.) Tomaten und Tomatenpassata zugeben und den Zucker sowie etwas Orangenabrieb (etwa von einem Viertel der Orange) unterrühren. Mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken, den Topf zudecken und die Sauce während ca. 10 Minuten einköcheln lassen.

4.) Den Deckel entfernen und die Erbsen zugeben. Nochmals 5 Minuten weiterköcheln lassen und in der Zwischenzeit die Fleischbällchen anbraten. Zum Schluss werden diese in die Sauce gekippt und während 5 bis 10 weiteren Minuten fertig gegart.

Dazu passt: Reis oder schlicht ein Stück gutes Weissbrot.

Samstag, 2. August 2014

Banana Pancakes

Ein kleiner Gruss aus meiner Küche: Bananenpancakes mit Haferflocken, etwas Honig und Johannisbeeren. Abgeschaut hier. Habt ein wunderschönes Wochenende!

Freitag, 25. Juli 2014

Zimtschnecke




































Vor einiger Zeit habe ich meine Eltern zu einem Brunch eingeladen. Und da ich zu den Menschen gehöre, die zum späten Frühstück auch gerne ein bisschen was Spezielles - Frittata, Muffins, Bagels, Müesli, Pancakes, whatever - essen, war schnell klar, dass ich zu dieser Gelegenheit mal wieder ein neues Rezept ausprobieren wollte.

Fündig wurde ich schliesslich bei Have A Yummy Day: Himmlisch aussehende Zimtschnecken, klebrig-süss und mit knusprigen Nussstückchen gefüllt.

Ich stelle euch hier die leicht angepasste Version ohne Zuckerguss vor - süss genug ist sie allemal. Da das Original ausserdem für drei grosse Buns angelegt ist, habe ich die Zutaten geteilt - darum lesen sie sich vielleicht auf den ersten Blick etwas komisch (ein halbes Ei - ha!). Doch keine Bange, am Ende geht alles auf, versprochen!


Rezept

Für den Teig:
100 ml Milch
15-20 g Hefe
40 g Zucker
1 Prise Salz
0,5 TL Vanillezucker
0,75 TL Kardamom
50 g weiche Butter
0,5 Ei
240 g Mehl

1.) Die Milch leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen. Anschliessend Zucker, Salz und Gewürze untermischen.

2.) Ein Ei verklopfen und ca. die Hälfte davon zur Milch geben, den Rest kühl stellen. Das Mehl darüber sieben, die Butter in Flocken zugeben und dann alles zu einem glatten Teig vermengen. Diesen etwa 5 bis 10 Minuten kneten und dann für 30 Minuten zugedeckt aufgehen lassen.


Für die Füllung:
75 g weiche Butter
20 g Zucker
25 g brauner Zucker
0,5 TL Zimt
1 Handvoll Walnüsse oder Pekannüsse

Plus 0,5 Ei und 1 EL Rahm für die Glasur

1.)  Die Nüsse von Hand grob zerbröseln und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer glatten Masse rühren. Das geht am besten, wenn die Butter Zimmertemperatur hat.


Und nun zur Schnecke:

1.) Eine Springform einfetten und mit Mehl bestreuen. Überschüssiges Mehl abklopfen.

2.) Den Teig rechteckig ausrollen, bis er etwa einen halben Zentimeter dick ist. Anschliessend die Füllung darauf verteilen und den Teig halbieren. Die beiden Teile "Füllung auf Füllung" aufeinander legen und dann in lange, ca. zwei Finger breite Streifen schneiden.

3.) Die Streifen zwirbeln und in der Springform anrichten. In der Mitte beginnen und von innen nach aussen eine Schnecke formen. Die Enden dabei leicht zusammendrücken, damit ein nahtloser Übergang entsteht.

4.) Den Teig nochmals zugedeckt für 30 Minuten ruhen lassen. Dann das halbe Ei mit dem Rahm mischen und den Teig damit bestreichen.

5.) Backen für 15 Minuten bei 225 Grad, bis die Zimtschnecke eine schön goldbraune Farbe angenommen hat.

Montag, 21. Juli 2014

Sommerliche Salatplatte mit Avocado-Dressing






















Freunde, ich hab ein äusserst faules Wochenende hinter mir. Abgesehen davon, dass ich gestern arbeiten musste, bin ich eigentlich nur wie eine tote Fliege zu Hause rumgehangen, zu faul, um in der schwülen Hitze auch nur einen Flügel zu rühren.

Am Samstag hat die Energie dann gerade ausgereicht, um mich in den Supermarkt zu schleppen und ein paar Zutaten für einen leichten Sommersalat zu kaufen. Das Dressing dazu ist inspiriert von diesem Jamie-Oliver-Rezept, obwohl er dazu noch ein Büschel Koriander (iiihrks) verwendet und den Salat mit gerösteten Tortillas auf eher mexikanische Art anrichtet.

Der Salat schmeckt herrlich frisch und durch den Limettensaft leicht säuerlich. Durch die Avocado füllt er aber doch ganz schön nachhaltig.


Rezept:
0,5 Salatkopf (Eisberg)
1 Pepperoni
1 Tomate
0,5 Gurke
1 kleine Dose Mais
0,5 Avocado
1 Handvoll Basilikumblätter

Für das Dressing:
0,5 Avocado
1 Limette, nur der Saft
5 EL Olivenöl
2 EL Naturejoghurt
Salz, Pfeffer, frischer Dill und Knoblauchpulver

1.) Das Gemüse waschen und vorbereiten: Den Salat schneiden, die Tomaten würfeln und die Pepperoni in Streifen schneiden. Die Gurke der Länge nach mit einem Schäler in feine Streifen schneiden. Den Mais abtropfen lassen, dann alles zusammen auf einer grossen Platte anrichten.

2.) Die Avocado schälen und halbieren. Die eine Hälfte in Streifen schneiden und auf dem Salat verteilen. Die andere Hälfte zusammen mit den anderen Zutaten fürs Dressing pürieren. Mit Salz, Pfeffer, frischem gehacktem Dill und wenig Knoblauchpulver abschmecken.

3.) Dressing über dem Salat verteilen. Den Basilikum zerzupfen und damit den Salat garnieren.

Kommt gut in die neue Woche!

Sonntag, 13. Juli 2014

WM-Special: Black Bean Burritos

Zugegeben, Burritos sind jetzt weder deutsch noch argentinisch. Und zugegeben, eigentlich ist Bohnen-Chilli mit seiner Kochzeit von fast anderthalb Stunden auch ein klassisches Slow Food-Gericht. Aber erstens muss man es mit der Fussball-Leidenschaft ja nicht übertreiben und zweitens besteht der Grossteil der Kochzeit nur aus Zugucken, hin und wieder Umrühren und Wassernachfüllen. Und wem das immer noch zu viel ist, ersetzt die schwarzen Bohnen einfach durch Kidney-Böhnchen aus der Dose, dann geht's ganz fix.

Und damit wünsche ich allen einen schönen Sonntag und den Interessierten ein spannendes WM-Finale!


Rezept (für ca. 6 Burritos):
200 g schwarze Bohnen
1 grosse Zwiebel
1 Chillischote
1 Knoblauchzehe
2 TL Chillipulver
0,5 TL Cumin
0,5 TL Paprikapulver
1 Peperoni
2 Dosen Pellati
2-3 Prisen Zucker
1 EL Crema di Balsamico
Wasser

Salz und Pfeffer zum Würzen
Öl zum Andünsten

6 Scheiben milder Käse
6 Tortillas

Dazu weitere Toppings nach Wahl: Mais, Tomaten, Salat ect.


1.) Die Bohnen wenn möglich über Nacht einweichen und danach gut abspülen.

2.) Die Peperoni waschen, die Kerne entfernen und den Rest kleinschneiden. Beiseite stellen.

3.) Die Zwiebel schälen und hacken, die Chillischote in Ringe schneiden und die Knoblauchzehe schälen und auspressen. Alles zusammen in etwas Öl in einer grossen Bratpfanne andünsten. Wenn die Zwiebel glasig wird, die Gewürze zugeben und mitdünsten.

4.) Peperoni und Bohnen zugeben, dann die Pellati untermischen. Zucker zugeben, Balsamico einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Während ca. 1 bis 1,5 Stunden auf kleiner Flamme einkochen lassen, dabei laufend Wasser zugeben.

5.) Wenn die Bohnen gar sind, den Käse in Streifen schneiden und in einer Pfanne leicht anschmelzen. Tortillas zur Hälfte auf ein Stück Alufolie legen, dann die Toppings darauf verteilen. Zum Schluss den Käse und eine ordentliche Portion Chilli darauf geben und sorgfältig einrollen.

Dienstag, 8. Juli 2014

Saccu vacanti nun pò stari a'gritta (9, WM-Special): Frittata mit Minze und Zucchini






















Na gut, die Schweiz ist raus aus der WM und Italien sowieso. Aber das heisst ja nicht, dass ich deswegen die restlichen Spiele auslassen würde. Nein! Im Gegenteil, jetzt wird's nochmals richtig spannend, und auch wenn die Spiele nun erst um zehn beginnen, habe ich für's Kochen trotzdem nicht viel Zeit. Darum gibt es heute nochmals ein WM-Special - dieses Mal alla Siciliana.

Frittata ist eigentlich nichts anderes als ein dickes Omelett, das in der Pfanne gebacken und meist mit Käse, Gemüse oder Pilzen angereichert wird. Sie ist der spanischen Tortilla recht ähnlich und wird ebenso wie diese kalt oder warm gegessen - je nach Geschmack.

Dieses leicht abgewandelte Rezept mit Minze und Zucchini stammt wie so viele andere hier vorgestellte Gerichte aus dem Buch "Sizilien - Cucina e Passione" von Clarissa Hyman. Eine gar grossartige Inspirationsquelle.


Rezept:
1 kleine Zwiebel
1 Zucchini
4 Eier
2 EL geriebener Pecorino oder Parmesan
1 EL Minze

Olivenöl zum Anbraten
Salz und Peperoncino zum Würzen

1.) Zucchini waschen und in feine Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und hacken. Beides zusammen mit wenig Öl in einer Pfanne von ca. 20 cm Durchmesser anbraten.

2.) Die Eier verklopfen und mit dem Käse mischen. Mit Salz und Peperoncino abschmecken. Die Minze waschen, fein hacken und zur Eiermischung geben.

3.) Die Eimasse gleichmässig in der Pfanne verteilen, sobald die Zwiebel beginnt zu duften und die Zucchini durchsichtig wird. Zudecken und stocken lassen.

4.) Nach ein paar Minuten die Frittata leicht lösen und dann mit Hilfe eines Tellers wenden. Auf der anderen Seite fertig braten.