Montag, 27. August 2012

Passionsfrucht-Sirup

Seit einem geschlagenen Jahr befindet sich das tibits-Kochbuch nun schon in meinem Besitz, doch die Male, die ich es getestet habe, kann ich an einer Hand abzählen. Schade, denn die Rezepte hören sich allesamt extrem lecker an. Daher habe ich mir jetzt vorgenommen, wieder öfters in das Buch zu schauen.
 
Den Anfang mache ich mit diesem Passionsfrucht-Sirup. Sehr frisch, leicht säuerlich und perfekt an heissen Sommertagen. Und erst noch leicht zu machen.

Rezept:
22 Passionsfrüchte
160 g Zucker
1 Zitrone

1.) Die Passionsfrüchte aufschneiden und das Fruchtfleisch in einen grossen Topf geben. Die Zitrone auspressen und den Saft sowie etwas Zitronenabrieb und den Zucker untermischen. Aufkochen und danach für etwa 3 Minuten köcheln lassen.

2.) Vom Herd nehmen und kurz auskühlen lassen. Dann durch ein feines Sieb streichen und in Flaschen abfüllen. Schmeckt am besten gemischt mit eiskaltem Mineralwasser!


Quelle: Anna Staiger Eichenberger, Annette Gröbly: tibits at home. AT Verlag.

Dienstag, 7. August 2012

Was guckst du?!





















Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich habe mich bisher immer ein wenig davor gesträubt, Fisch als Ganzes zu kochen. So rein geschmackstechnisch gibt es zwar nichts Besseres, aber so lange der Fisch noch roh ist, finde ich das irgendwie...schauderhaft...ihr wisst schon, wenn man den Fisch anguckt und er zurückguckt, als wollte er sagen "Was guckst du?!" oder "Finger weg von meinen Schuppen!" oder "Gleich hau' ich dir ne Flosse um die Ohren, du Säugetier!"

Und diese Dorade schaut doch irgendwie ganz besonders grimmig, findet ihr nicht? Sie hat sogar eine gerunzelte Stirn...







































Genützt hat es ihr aber auch nicht viel, das arme Ding wurde ausgenommen, geschuppt, mit Kräutern vollgestopft und danach in die Pfanne gehauen. Wenigstens durfte sie noch kurz im Weisswein baden, und das ist ja immerhin etwas....

Rezept für gefüllte Dorade mit Safran und Tomaten (die Mengenangaben sind pro Person):

1 Dorade, geschuppt und ausgenommen
1 kleine Zwiebel
1 Handvoll gehackter Kräuter (z.B. Petersilie, Basilikum, Thymian ect.)
1 Spritzer Zitronensaft 
1 kleines Glas Weisswein
1 Briefchen Safranpulver
1 Tomate
Salz, Pfeffer, Peperoncino
1-2 Lorbeerblätter
Olivenöl

1.) Die Dorade kurz waschen und trockentupfen. Zwiebel und Kräuter hacken und mit etwas Olivenöl, Salz und einem Spritzer Zitronensaft vermischen. Die Dorade mit der Mischung füllen, dabei etwa 1 EL übrig lassen.

2.) Den Fisch in einer grossen Bratpfanne auf beiden Seiten kurz anbraten. Währenddessen die Tomate überbrühen, die Haut abziehen sowie die Kerne entfernen und das Fleisch anschliessend würfeln.

3.) Die Hitze reduzieren, die restliche Kräutermischung in die Bratpfanne geben und kurz dünsten. Mit Weisswein ablöschen. Den Safran, die gehackte Tomate und die Lorbeerblätter zugeben und gut würzen - Salz und Pfeffer reichen, wer's gerne schärfer mag, nimmt noch etwas Peperoncino.

4.) Den Fisch für etwa 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen, in der Hälfte der Zeit wenden. Wenn die Flüssigkeit allzu sehr einzieht, noch etwas Wasser zugeben.


Guckst du...n'Guten!

Samstag, 28. Juli 2012

Inspiration: Nachttische





















































Nachttische. Nachttische und ich. Eine schwierige Kombination, habe ich doch in meinem Leben noch nie einen solchen Nachttisch besessen und die Sachen, die ich vor dem Zubettgehen brauchte,  einfach immer neben mir auf den Boden gelegt. Auch keine Lösung, zugegeben, aber irgendwie waren mir diese kleinen Möbelchen einfach ein Graus, so zwei Gleiche auf je einer Seite des Bettes, passend zum Bettgestell und immer irgendwie leblos und spiessig und blöd...brrr, schauderhaft...

Diese kleinen Inspirationen hier sind jedoch von einem ganz anderen Kaliber. Alltagsgegenstände, die eine neue Funktion erhalten, ein altes Tischlein, shabby chic und abgewetzt, oder eine geschliffene Lattenkiste mit ein paar Blümchen und Döschen obendrauf.
 
Ja, damit könnte ich mich anfreunden...so was könnte ich unter Umständen auch haben wollen...

Was meint ihr dazu?

Quellen:

Bild 1: Sköna Hem

Bild 2: Design Ties 

Bild 3: Cupcakes and Cashmere

Bild 4: Buk & Nola

Bild 5: Styleseeking Zurich

Dienstag, 24. Juli 2012

Darauf ein Sektchen!

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut der Mensch im Verdrängen ist; zum Beispiel im Verdrängen der Tatsache, dass der Schuhschrank eigentlich aus allen Nähten platzt oder dass man die Hälfte der Kleider, die man mal in einem Anflug von Euphorie und/oder Selbstmitleid gekauft hat, ja sowieso nicht mehr anzieht. Oder ganz allgemein, wie viel Zeugs man so über die Jahre angesammelt hat.

Am Tag des Umzuges kommt dann die grosse Abrechnung: Was, das alles soll in meine neue Wohnung? Und, oh, diesen Kerzenständer habe ich auch noch? Und, oh Mist, ich dachte, diese Kiste im Keller hätte ich längst weggeschmissen...

So herrscht in den ersten Tagen am neuen Ort meist unheilbares Chaos und man denkt, dass man dort seines Lebens nicht mehr froh wird. Und dann, plötzlich, hat doch alles sein Plätzchen gefunden, ist verstaut oder zur Not im Keller eingelagert.

Genau dann ist es Zeit für ein Gläschen Sekt. Oder in meinem Fall gleich ein ganzes Sektfrühstück.
























Mangels Sektgläsern noch in unstandesgemässen Wassergläsern. Aber das ändert sich auch noch...

Donnerstag, 12. Juli 2012

Schnelles Crevetten-Curry


Liebe Leute!

Momentan brummt mir grad der Schädel, fliegen die Stunden, prallen Ideen gegen Hindernisse. Der Sommer ist kein unbeschwerter für mich, sondern vielmehr mit Stress und unliebsamen Aufgaben verbunden. Darum bleibt für's Kochen auch nicht viel Zeit und es gibt hier nur die Schnell-Variante des thailändischen Crevetten-Currys. Will heissen: Mit grüner Fertigpaste und vorgekochten Crevetten.

Schmeckt aber trotzdem - vor allem, weil die Okras die Sauce herrlich cremig machen, genau so wie ich es mag. Wer die leicht schleimigen "Ladyfingers" eher nicht so gut findet, blanchiert sie vorher einfach kurz in Essigwasser.

Einen Lichtblick gibt es allerdings doch noch zu erwähnen: Nächste Woche ziehe ich in meine neue Wohnung! Einrichtungs- und DIY-Ideen habe ich zuhauf, ich hoffe, ich werde bald Zeit finden, sie mit euch zu teilen...

Bis dahin, geniesst den Sommer!

Eure Vanessa


Rezept:

1 Zwiebel
3 EL grüne Currypaste
400 g Okra
300 g Thai-Spargel
500 ml Kokosmilch
100 ml Wasser
1 EL Fischsauce
0,5 Limette
2 TL brauner Zucker
2 Handvoll Blattspinat
Crevetten nach Lust und Laune
Öl zum Dünsten

1.) Das Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Okra bei Bedarf in Essigwasser kurz blanchieren (siehe oben).

2.) Zwiebel hacken und mit etwas Öl in einer grossen Pfanne oder im Wok andünsten. Dann das Gemüse sowie die Currypaste zugeben und kurz mitdünsten, mit dem Wasser ablöschen und anschliessend die Kokosmilch unterrühren.

3.) Die Schale der halben Limette abreiben, den Saft auspressen und zusammen mit dem Zucker und der Fischsauce unter die Currymischung ziehen. Das Ganze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Sauce eingedickt ist. Dann, erst kurz vor dem Servieren, die (bereits gekochten!) Crevetten und den Blattspinat zugeben und kurz erwärmen. Fertig...

Sonntag, 1. Juli 2012

Büchersonntag

Die liebe Corrisande hat eine wunderbare Initiative ins Leben gerufen - den Büchersonntag. Ihrer Liebe für im Bett verbrachter Sonntage geschuldet, nur mit einem guten Buch und einer Tasse Tee und vielleicht, aber auch nur vielleicht einem Stück Kuchen.


Die Frage, die Corrisande an diesem Sonntag stellt, ist die nach dem Anfang. Dem Buchanfang, an den man sich immer erinnern wird, weil er so toll war, so berührt oder neugierig gemacht hat oder auch einfach nur zum Schmunzeln gebracht hat. Bei mir war das der Anfang von Oe Kenzaburos "Eine persönliche Erfahrung", in dem der Protagonist mit der Geburt seines schwer behinderten Kindes konfrontiert wird. Ein Buch, das - vielleicht gerade weil es autobiographisch angehaucht ist - so aufwühlend ist, dass es zu lesen schon beinahe eine Qual darstellt.

Ich weiss noch, wie ich damals nach dem ersten Satz inne halten musste und dachte: "Was für ein Wahnsinnsanfang!" Und gerade weil das so war, will ich den Satz hier nicht wiedergeben, denn jeder sollte ihn für sich selbst entdecken und ihn auf sich wirken lassen. In Ruhe und mit Musse.

Stattdessen habe ich einen Text des Autors herausgesucht, den ich hier mit euch teilen möchte. Lest ihn und ihr habt eine Ahnung davon, was euch im Buch erwartet.

Viel Spass dabei.

Kirschenausbeute

Regen...es tropft aus dem Blätterdach, der Himmel ist grau und trüb, genau wie meine Stimmung...eine Freundin meinte letztens, dass man in der Schweiz für jeden Sonnentag mit zwei Tagen Regenwetter bestraft wird...so langsam bin ich geneigt ihr zu glauben.

Und es ist ja nicht nur der Regen! Mitten in die schönste Kirschenblüte platzte im Frühling der Hagel, kam der Frost, dann nochmals der Hagel und zum Schluss der Sturm, so dass jedes Kirschlein, das sich noch verzweifelt am Baum hielt, hinweg gefegt wurde.


Jetzt tragen die zwei Bäume im elterlichen Garten gerade mal 10 Kirschen, von denen etwa 5 so weit oben hängen, dass sie sich nicht pflücken lassen. Ein Trauerspiel.

Was also tun mit der mageren Ausbeute? In einen Smoothie mixen? Zu schade. Einen Kuchen daraus machen? Zu wenige. Als Garnitur auf einem Mini-Dessert verwenden? Schon eher.
















Also eine Crème aus Frischkäse und Joghurt zusammengerührt, die Kirschen mit Zimt, Zucker und einer Nelke aufgekocht und in einer Pfanne ein paar Mandelsplitter angeröstet. Biskuits zerstossen und mit ein wenig Butter und den Splittern vermischt. In Gläser gefüllt, Crème darauf getan und mit den ausgekühlten Kirschen verziert.

Ein kleiner Lichtblick an diesem grauen Tag.


Mehr Sonntagssüsse - ob traurige oder fröhliche - gibt es hier. Habt ein schönes Restwochenende!