Donnerstag, 22. September 2011

Farfalle mit Weisskohl, Lauch und Speck

...und wenn wir schon beim Herbst sind, dann schieb ich doch gleich noch ein passendes Nudelrezept hinterher: Pasta - genauer gesagt Farfalle - mit Speck, Weisskohl und Lauch.






















Eigentlich spricht zwar nichts dagegen, dieses Rezept auch im Frühling oder im Sommer zu kochen. Ausser vielleicht der Tatsache, dass es in diesen Jahreszeiten so viel anderes Gemüse gibt, das es sich zu verspeisen lohnt. Das sollte man, finde ich, ausnutzen und sich denn ollen Kohl für die kühleren Tage aufheben...aber jeder so, wie er will...:-)

Rezept:
400 g Farfalle
1 Päckchen Speckwürfel
1 Lauchstange
1 halber Weisskohl
1 kl. Zwiebel
2 EL gehackter Thymian
1,5 TL Paprikapulver
Salz oder Aromat, Pfeffer
Walnussöl zum Verfeinern

1.) Den Kohl in mundgerechte Stücke schneiden und in einem Sieb kurz waschen. Anschliessend in Salzwasser einige Minuten kochen, bis er anfängt durchsichtig zu werden. Abschöpfen, aber das Wasser behalten, um darin die Nudeln nach Packungsanweisung fast gar (!) zu kochen.

2.) Die Speckwürfel in etwas Öl anbraten und danach die Hitze reduzieren. Den Lauch, die Zwiebel und den Thymian klein schneiden und zu den Speckwürfeln geben. Kurz mitdünsten. Zum Schluss den abgetropften Kohl beigeben, mischen und mit Paprika, Pfeffer und Aromat - oder Salz - gut würzen. Zugedeckt köcheln lassen.

3.) Wenn die Farfalle fast gar sind, das Wasser abgiessen und das Gemüse mit den Nudeln mischen. Alles noch ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln die Flüssigkeit, die beim Dämpfen des Kohls entstanden ist, vollständig aufgesogen haben. Dann mit etwas Walnussöl abschmecken und servieren.

Sonntag, 18. September 2011

Butternut Bread mit Pinienkernen





















Wie angekündigt wird es nun langsam Herbst hier auf dem Blog. Und was gibt es Herbstlicheres als Kürbisse? Genau - nichts. Ausser vielleicht Kastanien und Rehpfeffer und Rotkohl, von mir aus, aber Kürbisse sind doch schon mal ein guter Anfang, finde ich.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich noch nicht lange zu den Vertretern der Kürbisfraktion gehöre, und wenn ich ehrlich bin, mag ich ihn auch heute nur in Suppenform oder verpackt als (Sonntags-)Süss. Mit all den Kürbisrisottos oder Kürbisraviolis oder Kürbiscannelonis kann ich hingegen wenig bis gar nichts anfangen, das ist mir alles zu...neumodig irgendwie...versteht ihr, was ich meine oder höre ich mich total wie die Reinkarnation eurer Uromas an?

Wie dem auch sei, für das Einläuten des Herbstes, der heute wie aufs Stichwort mit einer grauen Wolkendecke und kalten Regenschauern über uns gekommen ist, habe ich mich an ein eher traditionelles Rezept gehalten: Süsser Kürbiskuchen mit einem Hauch von Zimt, der mir zusammen mit ein paar Kerzen das Herz erwärmt. Lediglich die Nüsse wurden durch etwas unkonventionelle Pinienkerne ersetzt, was dem heimeligen Gefühl aber keinen Abbruch tut.


Das Rezept ist übrigens eine abgewandelte Form meines Banana Breads, daher auch der Name:

125 g Butter
180 g brauner Zucker
2 Eier
250 g Kürbisfleisch (ich habe Butternut genommen)
100 g Joghurt
400 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g gemahlene Mandeln
80 g Pinienkerne
1 TL Zimt

1.) Den Butternut schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. In leicht gesalzenem Wasser während 25-30 Minuten kochen, anschliessend abgiessen und auskühlen lassen. Ca. 300 Gramm davon grob pürieren - den Rest kann man gut zu Suppe weiterverarbeiten.

2.) Die Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten und ebenfalls auskühlen lassen. Die Butter im Wasserbad schmelzen und anschliessend mit dem Zucker und den Eiern in einer Schüssel cremig schlagen. Kürbispüree, Joghurt und Mandeln zufügen und Mehl und Backpulver darüber sieben. Zum Schluss die Pinienkerne untermischen und mit Zimt abschmecken.

3.) Eine Cakeform einfetten und bemehlen. Die Teigmischung einfüllen und für ca. 55 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad backen.

Weitere sonntagssüsse Rezepte heute bei Mat & Mi.

Freitag, 16. September 2011

Tourist in der eigenen Stadt


Manchmal verliert man vor lauter Alltag den Blick für die Schönheit seiner Umgebung. Läuft tausendmal irgendwo vorbei und sieht dabei nicht, was anderen ein verzücktes Lächeln auf die Lippen zaubert. Oder was Touristen glückselig auf ihre Fotos bannen.

So ging es mir letztens mit diesem kleinen Anleger an der Zürcher Limmat. Ich weiss nicht, wie oft ich schon hier entlang gekommen bin...egal ob auf dem Weg in die Disco, zum Shoppen oder zur Bibliothek. Und doch musste mich erst eine Freundin auf die wunderschöne Aussicht aufmerksam machen, die man von hier auf das Wasser und auf die Häuser der Altstadt hat.










































Manchmal denke ich, man müsste sich einmal die Zeit nehmen, seine Stadt ganz bewusst zu erkunden - nicht nur so nebenbei, während man auf dem Weg zur Arbeit ist oder zum Einkaufen oder sonst irgendwo hin. Einfach durch die Stadt schlendern, planlos und ohne Ziel, und schauen, wo es einen hinführt. Sich einmal irgendwo anders hinsetzen als ins Stammkaffee und bewusst einen Schritt von den bekannten Wegen herunter treten. Einmal Tourist sein in der eigenen Stadt...

Ich bin sicher, man würde so einige Dinge mit anderen Augen sehen und auch Orte entdecken, von denen man sonst nie erfahren hätte, dass es sie gibt. Denn sind wir mal ehrlich - wir alle stecken manchmal so tief in der Alltagsroutine, dass wir unsere Umgebung einfach als selbstverständlich nehmen.


Und das ist doch schade - oder nicht?

Mittwoch, 14. September 2011

Bye Bye Summer: Kalte Avocadocrème-Suppe mit scharfer Einlage






















Die letzten Tage war es bei uns nochmals so richtig schön warm. Eine gute Gelegenheit, um etwas Sonne zu tanken und die letzten sommerlichen Rezepte auszuprobieren. In diesem Fall: Kalte Avocadocrème-Suppe mit scharfem Hühnchenfleisch. Das perfekte Mittagessen für warme Tage.

Ab nächster Woche steht dann definitiv Herbstliches auf dem Programm -sowohl, was das Wetter als auch was das Essen angeht. Ob mir das gefallen soll?

Und noch eine Ankündigung: In 12 Tagen bin ich endlich durch mit meiner Abschlussarbeit! Hallo Leben, bald hast du mich wieder!

In der Zwischenzeit kommt hier das Rezept:

1 grosse Hühnerbrust
2 Avocados
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 dl Bouillon
2 EL saure Sahne
1 Spritzer Crema di Balsamico, weiss
Öl zum Anbraten
Frischer Dill
Salz, Paprika, Chillipulver, Cayennepfeffer

1.) Das Fleisch waschen und mit Küchenpapier abtupfen. In Würfel schneiden und in etwas Öl während einiger Minuten anbraten, dabei mit Salz, Paprika, Chilli und Cayennepfeffer würzen - die Schärfe bestimmt ihr natürlich wie immer selbst. Das Fleisch vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.

2.) Die Zwiebel kleinhacken und die Knoblauchzehe auspressen, in einer anderen Pfanne ebenfalls in wenig Öl dünsten. Wenn die Stückchen anfangen glasig zu werden, mit Bouillon ablöschen und die saure Sahne hinzufügen.

3.) Die Avocado schälen und zusammen mit dem Balsamico pürieren. Anschliessend nach und nach die Bouillon zugeben und weiterpürieren, bis die Flüssigkeit schön cremig ist. Falls die Suppe zu dick wird, mit etwas Milch oder Sahne verfeinern. Anschliessend mit Dill abschmecken - Menge ebenfalls nach Geschmack, bei mir wurde es ein guter Teelöffel.

4.) Im Kühlschrank während ein bis zwei Stunden abkühlen lassen. Vor dem Servieren nochmals kurz durchpürieren und anschliessend in Teller verteilen. Das Fleisch in der Mitte anrichten und servieren.

Freitag, 9. September 2011

Wolken






















Wolken gab es in diesem Sommer ja so einige. Regenschwere, tiefliegende Wolken, Schleierwolken, fluffige Schäfchenwolken, weisse Wolken, graue Wolken, rosa Wolken und manchmal sogar violette und vor lauter Elektrizität schon fast vibrierende Wolken.

Diese letzten Exemplare mag ich besonders gerne. Wenn sie sich am Horizont auftürmen wie die Pilze und man darin die eigenartigsten Formen und Gestalten sehen kann. Wenn man in der Luft dieses Flirren spürt, diese Anspannung, mit der sich die Natur auf den nahenden Knall vorbereitet. Und wenn das Gewitter dann kommt, stehe ich am Fenster, schaue mir die Blitze an und weiss, dass ich zu Hause vollkommen sicher bin.

Dieses Wochenende allerdings wünsche ich mir keine Wolken, weder die gewittrigen noch die weissen Schlieren von den obigen Bildern. Ich fahre nämlich nach Norddeutschland, wo mit einem Gartenfest die Hochzeit einer Freundin gefeiert wird. Ich wünsche euch allen ein wunderschönes und hoffentlich regenfreies Wochenende! Bis baaaaald...!

Mittwoch, 7. September 2011

Filet im Teig




















Schon seit Tagen gelüstet es mich unglaublich nach Filet im Teig. Keine Ahnung warum - es ist eigentlich nichts, was ich selber koche, obwohl ich es sehr gerne mag. Irgendwie ist dieses Gericht für die jährlichen Familienfeiern reserviert, für Weihnachten, Neujahr, Ostern und so einen Kram. Aber eben, die Wege des Appetits sind manchmal unergründlich.

So habe ich mich denn aufgemacht, das Filet im Teig zum ersten Mal selber herzustellen - und dabei gemerkt, dass es gar nicht so schwierig ist. Ihr müsst wissen, dass ich mich ein wenig davor scheue, Fleisch am Stück zu braten, weil man da nie so genau weiss, wann es nun durch und wann schon zu sehr durch ist. Da man in diesem Fall das Filet aber wirklich nur kurz vorbraten muss und es zur Not im Backofen noch nachgart, war das gar kein Problem.

(Oder vielleicht habe ich auch nur einen Glücksgriff getan...)


























Die Füllung besteht - neben dem offensichtlichen Filet - aus einer Masse aus Brät, Zwiebeln, Champignons und frischen Kräutern. Diese wird auf eine Lage Rohschinken gestrichen, die wiederum gemütlich auf dem Blätterteig ruht. Obendrauf kommt das Filet und dann wird das Ganze eingerollt - wirklich ziemlich simpel.

Rezept für 2 Personen:
200 - 250 g Schweinefilet, am Stück
250 g Blätterteig, ausgewallt
4-5 Scheiben Rohschinken oder Schinkenspeck
1 Ei
Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauchpulver
Öl zum Anbraten

Füllung:
100 g Kalbsbrät
100 g Champignons
1 kl. Zwiebel
1 kl. Bund Petersilie
1 kl. Bund Salbei
Butter zum Dünsten

1.) Das Ei trennen und zur Seite stellen. Zwiebel, Champignons, Salbei und Petersilie klein hacken und mit etwas Butter während ein paar Minuten dünsten. Kurz abkühlen lassen und in einer Schüssel mit dem Brät mischen.

2.) Das Filet würzen und im Öl kurz und auf allen Seiten auf hoher Stufe anbraten. Auf ein Küchenpapier legen und abtupfen.

3.) Den Blätterteig auslegen und den Rohschinken darauf verteilen. Dann das Brät auf die Fläche streichen und das Filet darauf legen. Das Fleisch in den Teig einschlagen - erst der Länge nach, dann die Seiten einschlagen - und mit dem Eiweiss festkleben. Rundum mit Eigelb bestreichen und bei 200 Grad für ca. 30-40 Minuten in der Ofenmitte backen.


Es gehört sich übrigens, das Filet im Teig vor dem Backen noch ordentlich zu verzieren, wobei meistens Förmchen aus den Teigresten ausgestochen werden. Zu Weihnachten müssen's natürlich Monde und Sterne sein, unter dem Jahr ist man in der Gestaltung freier. Bei mir wurden's dieses Mal Herzchen...aber im Ernst, wehe ihr lasst die Verzierungen weg, dann ist aber Schicht im Schacht!

Dazu passt: Reis, Salat, Gemüse - für mich am besten Erbsen mit Karotten - oder Käsestangen aus den übrigens Teigresten.

Sonntag, 4. September 2011

Kokos-Prallinés





















Diese Kokos-Prallinés habe ich letzte Woche für eine Freundin zum Geburtstag gemacht. Es war mein erster Confiserie-Versuch seit Langem - zu viele Fehlschläge habe ich in der Vergangenheit schon erlebt. Aber diese kleinen Kugeln hier fand ich dann doch ganz passabel, und da ich noch weisse Schokolade übrig hatte, wurde diese Woche gleich nochmal gekugelt.

Rezept:
100 g weisse Schokolade
20 g Butter
1 EL Sahne
3 Tropfen Rumaroma
3 EL Mandeln, gemahlen
50 g Kokosraspel

Kokosraspel zum Wenden

1.) Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Butter zugeben und ebenfalls schmelzen. Anschliessend Rumaroma und Sahne zugeben und gut mischen.

2.) Mandeln und Kokosraspel zugeben und die Masse zu Kugeln formen, so lange sie noch warm ist. In einem Schälchen mit Kokosraspeln wenden und in die Papierförmchen legen. Anschliessend für mehrere Stunden kühlstellen.

Die Prallinés schmecken übrigens am besten direkt aus dem Kühlschrank. Wenn ich sie allerdings mit den Raffaellos aus dem Supermarkt vergleiche, dann besteht möglicherweise noch Optimierungspotenzial. Wie wär's mit einem knackigen Kern aus Macadamia-Nüssen? Oder einem zusätzlichen Schuss Joghurt? Oder...?

Andere Vorschläge...?