Sonntag, 5. Februar 2012
...Eis...
Frostig ist es draussen. Jeder Atemzug ein Stich, die Finger rot und kalt, die Körpertemperatur nahe der eines Polarbären - nur leider ohne Pelz.
Was tun? Zum Beispiel Suppe kochen. Die Wahl pendelt zwischen orientalischen Mandeln, afrikanischen Hühnern und schweizerisch-aufgepeppten Erbsen. Was es wohl werden wird?
Morgen weiss ich mehr.
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Inspiration
Mittwoch, 1. Februar 2012
Zanzibar
Als ich mich nach einmonatiger Blogabstinenz aufs Neue durch mein Archiv gewühlt habe, ist mir eines siedend heiss ein- beziehungsweise aufgefallen: Ich habe euch noch gar nicht die restlichen Fotos meiner Afrikareise gezeigt! Mittendrin habe ich aufgehört, und das obwohl das Schönste noch bevorstand - der Ausflug an die Küste, nach Tansania und nach Zanzibar...
Dieser war ganz einfach atemberaubend: Angefangen bei einer abenteuerlichen Busfahrt, auf der wir beinahe verloren gegangen wären (kleiner Tipp am Rande: Solltet ihr jemals gebeten werden, euren Reisebus zwecks Fährübersetzung zu verlassen - heftet euch an die Rockzipfel eines halbwegs vertrauensvollen Menschen und lasst bloss NIEMALS das Fahrzeug aus den Augen), über eine Nacht im Hostel bis hin zur Ankunft an einem Strand, der so weiss war, dass ich davon beinahe geblendet wurde.
Zanzibar selbst ist wunderschön, sehr grün und für afrikanische Verhältnisse ziemlich sauber. Das Meer schillert in allen Farben, von türkis über azur bis hin zu einem tiefen Dunkelblau, das bei bedecktem Himmel beinahe lila wirkt. Ein Paradies für Taucher und Schnorchler.
Leider ist die Insel aber aufgrund ihrer Schönheit und ihres exotischen Rufes auch ziemlich überlaufen. In Stone Town trifft man an jeder Ecke auf einen Touristen in Sandalen und kurzen Hosen, der sich von irgendeinem Einheimischen irgendeinen Schrott andrehen lässt. Auf Schritt und Tritt wird man von Verkäufern, Händlern und Reiseveranstaltern verfolgt und am Strand muss man sich wegen seiner spärlich und einem muslimischen Land völlig unangebracht bekleideten Landsleuten schämen.
Eine sehr seltsame Mischung, die mich einigermassen verwirrt zurück liess. Strände, wie ich sie noch nie in meinem Leben gesehen habe, exotische Gerüche und Geschmäcker auf der einen Seite; ein latentes Stressgefühl und die leise Ahnung, dass das echte Zanzibar irgendwo zwischen Touristen und Wirtschaftsaufschwung untergegangen ist, auf der anderen Seite.
Hätte ich doch bloss vor 50 Jahren dort sein können!
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Unterwegs
Mittwoch, 25. Januar 2012
Orangen-Chai-Scones
Kinners! Wo ist nur die Zeit geblieben?!
Seit meinem letzten Post sind nun schon fast vier Wochen vergangen, und das obwohl ich mir nach dem stressigen Jahresende fest vorgenommen hatte, wieder mehr Zeit in den Blog zu investieren. Doch es kommt ja immer alles anders als man denkt, und so wurde der Januar dann auch noch turbulenter als der Dezember.
So isses halt manchmal, das Leben.
Aaaaaber...aber! Ein weiser Herr hat unlängst auf diesem Blog eine sehr kluge Bemerkung getätigt, die ich mir dieser Tage wieder in Erinnerung rufen musste. Nämlich dass in besagtem Leben das Leben Priorität haben sollte. Also das LEBEN an sich und nicht etwa das Arbeitsleben oder dergleichen Krams.
Ein gutes Motto, das ich sogleich in die Tat umgesetzt habe, mit Süssem für Leib und Seele...
Rezept:
1 dl Milch
1 EL Chaimischung (gibt's in Spezialgeschäften für Gewürze und/oder Tee)
250 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Butter
1 Prise Salz
40 g Zucker
0,5 Orange, nur die Schale
Glasur:
1 Ei, verquirlt
2 EL Milch
1.) Die Milch zusammen mit der Chaimischung vorsichtig erhitzen und für 20 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.
2.) In der Zwischenzeit das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Die Butter in kleine Stücke schneiden, zugeben und so lange verreiben, bis die Masse eine schön krümelige Konsistenz annimmt. Salz und Zucker beigeben, die Orange abreiben und die Zutaten gut mischen.
3.) In die Mitte der Mehlmischung eine Kuhle machen und die leicht ausgekühlte Milch durch ein Sieb hinein giessen. Alles zu einem gleichmässigen Teig verkneten und wenn nötig mehr Milch zufügen.
4.) Den Teig auf einer bemehlten Oberfläche ca. 2,5 cm dick ausrollen und mit einem Glas runde Teigstücke ausstechen. Auf ein Blech legen, mit Ei bestreichen und für 10-12 Minuten bei 220 Grad backen.
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Mittwoch, 28. Dezember 2011
...Ruhe...
Weihnachten ist vorbei, das Festmahl verspeist und das Silberbesteck wieder im Schrank verstaut. Und jetzt? Tief Luft holen, Kraft tanken, zur Ruhe kommen. Ein neues Jahr steht vor der Tür und mit ihm neue Aufgaben, Inspirationen, Ängste. Die Hoffnung, dass das, was kommt, besser ist, als das, was geht.
Doch nicht immer und nicht für jeden geht diese Hoffnung in Erfüllung. Und schliesslich ist der erste Januar auch nur ein Tag wie jeder andere, warum sollte er also der Beginn von etwas Neuem darstellen? Ausser eben der Beginn eines neuen Blattes auf unserem Kalender?
Und doch ist der Jahreswechsel für die meisten von uns irgendwie besonders und die Tage zwischen Weihnachten und Silvester haben etwas Unwirkliches, Entrücktes. So als wäre man weder hier noch dort.
Umso wichtiger scheint es mir, dass man in dieser Zeit trotz Trubel, Stress und grosser Erwartungen zu sich selber findet und sich mit dem eigenen Soll und Haben auseinandersetzt. Dass man eine Sache nach der anderen erledigt, statt unmöglichen Vorsätzen hinterher zu rennen.
Dass man ein Blatt um das andere vom Kalender abreisst.
Zur Ruhe kommt.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!
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Einfach so
Sonntag, 18. Dezember 2011
Daim-Cheesecake mit Dulce de Leche
Man wirft mir des Öfteren vor, ich würde nur an das Eine denken. An das Wort mit S nämlich.
Zwei S, um genau zu sein.
Richtig. Ans ESSEN.
Gerade im Moment, wo ich einem geistig eher anspruchslosen Temporärjob nachgehe, hat meine Phantasie täglich acht Stunden Zeit, auf Reisen zu gehen und im Kopf wahre Fressorgien zu veranstalten. Natürlich muss ich meine Gedankengänge dann auch stets mit meinen Arbeitskollegen teilen, was, je nach Sättigungsgrad der selbigen, entweder zu wilden Rezeptkreationen (ein bisschen Hunger) oder zu einem leicht säuerlichen "Halt die Klappe!" (ganz viel Hunger) führt.
Auf diese Weise ist dann auch die Idee für diesen (sündhaft leckeren, weil ebenso süssen) Cheesecake entstanden: Herrlich cremiger Frischkäse auf feinem Biskuitboden mit knusprigen Daimstückchen, die im Mund explodieren und sich perfekt mit der Dulce de Leche verbinden. Mmm...
Wenn das meine Arbeitskollegen wüssten...
Rezept:
200 g Butterkekse
80 g Butter
3 Eier
80 g Zucker
200 g saure Sahne
500 g Philadelphia
2 EL Mehl
Ca. 30 kleine Daims
Dulce de Leche nach diesem Rezept
1.) Eine Springform mit etwas Speiseöl bepinseln und anschliessend bemehlen. Butterkekse in eine kleine Schüssel geben und mit dem Mörser zerbröseln. Butter in einem Topf schmelzen, die Brösel dazu geben, mischen und dann auf dem Boden der Springform verteilen und gut festdrücken.
2.) Eier und Zucker in einer Schüssel cremig schlagen. Philadelphia und saure Sahne unterrühren und das Mehl darüber sieben. Alles gut mischen, bis die Masse glatt ist und keine Klümpchen mehr aufweist.
3.) Daims grob hacken, unter die Frischkäsemasse ziehen und alles auf dem Biskuitboden verteilen. Backen für ca. 50 Minuten bei 180 Grad. Vollständig auskühlen lassen und vor dem Servieren Dulce de Leche darüber geben.
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Mittwoch, 14. Dezember 2011
Asche auf mein Haupt...
...und Schande über mich. Bewerbungsgespräche, Übergangsjob, ein bevorstehender Umzug und diverse andere Kleinigkeiten, die es zu erledigen gilt, halten mich derzeit so vom Blog fern, dass das Ganze diesen Namen schon kaum mehr verdient. Doch ich gelobe Besserung und verspreche hoch und heilig, bald mit neuen Posts aufzuwarten. Bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne - und hoffentlich erholsame - Weihnachtszeit!
Liebste Grüsse,
Vanessa
Liebste Grüsse,
Vanessa
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Einfach so
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Kenianisches Gemüsecurry
Bevor ich heute Abend nach Hamburg an meine Masterfeier düse (kurzes Juhuu an dieser Stelle), möchte ich hier noch ein Rezept mit euch teilen, und zwar eines für kenianisches Gemüsecurry. Obwohl das Wort ein wenig irreführend ist, da es vollkommen ohne dieses gelbe Gewürz auskommt, das wir hier Curry nennen und auch überhaupt keine Ähnlichkeit hat mit dem, was man in Thailand oder Indien unter selbigem Namen serviert bekommt.
Es schmeckt...irgendwie anders...mit einem Hauch von Nelke und der unerwarteten Schärfe von Cayennepfeffer...aber seht am besten einfach selbst, ich glaube die Zutatenliste sagt alles, was ihr wissen müsst... :-)
Rezept:
0,5 Blumenkohl
4 Karotten
1 Aubergine
250 g Kefen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL schwarze Senfkörner
1 TL gemahlener Ingwer
1 TL Kurkuma
0,5 TL Cayennepfeffer
0,5 TL Cumin
4 Nelken
1 Prise Zimt
2 EL gehackter Koriander
Salz
1-2 EL Tomatenmark
Öl zum Dünsten
1.) Die Aubergine in Würfel schneiden und leicht salzen, kurz stehen lassen und anschliessend die braune Flüssigkeit mit Küchenpapier abtupfen. Die Karotten schälen und würfeln, den Blumenkohl waschen und in Röschen zerteilen. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken.
2.) Öl in einem grossen Topf erhitzen und Knoblauch und Zwiebel darin dünsten. Nach und nach Senfsamen, Ingwer, Kurkuma, Cumin und Cayennepfeffer zugeben und ebenfalls mitdünsten.
3.) Das Gemüse zufügen. Tomatenmark in lauwarmem Wasser auflösen und so viel davon zugeben, bis das Gemüse etwa halb bedeckt ist. Gut salzen, Nelken und Zimt unterrühren und den Koriander zugeben. Alles für ca. 45 Minuten einkochen lassen und bei Bedarf mehr Wasser zugiessen.
Habt ein schönes Wochenende!
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Gemüse
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